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Dr. Ulrich Haberland, geboren in Sollstedt



Ulrich Haberland wurde am 06. Dezember 1900 als Sohn einer Pfarrersfamilie in Sollstedt geboren. Zu diesem Zeitpunkt gehörte Sollstedt zur Provinz Sachsen. Er wuchs in Halle an der Saale auf und studierte dort auch Naturwissenschaften mit dem Hauptfach Chemie, in dem er 1924 promovierte. Anschließend nahm er eine Anstellung in Hannover an. Im Jahr 1928 wechselte er zum Werk Uerdingen der IG Farben, wo er 1938 zum Werkleiter aufstieg. Fünf Jahre später übernahm er die Leitung des Werks Leverkusen sowie der Betriebsgemeinschaft Niederrhein. Entscheidenden Einfluss nahm Haberland dann nach dem Krieg, als er sich bei den Besatzungsmächten für den Fortbestand des Unternehmens Bayer einsetzte und diesen tatsächlich auch erreichte. Mit der Neugründung der Bayer AG im Jahr 1951 wurde er deren Vorstandsvorsitzender und forcierte die Entwicklungs- und Forschungsaktivitäten, worauf sehr bald Produkte den halben Umsatz ausmachten, die das Vorgängerunternehmen gar nicht im Angebot hielt. 1953 erhielt Haberland eine Honorarprofessur an der Universität Bonn, 1960 die Ehrendoktorwürde der Universität Köln. Zu seinem 60. Geburtstag gratulierte der Begründer der sozialen Marktwirtschaft und Vater des "Wirtschaftswunders", Professor Dr. Ludwig Erhard, persönlich. Bundeskanzler Adenauer, der den Jubilar besonders schätzte, war durch Krankheit verhindert.

Im Jahr 1961 verstarb Ulrich Haberland an Herzversagen. Zum Gedenken legten die 60.000 Beschäftigten, vor allem auch wegen seines sozialen Engagements, für 5 Minuten die Arbeit nieder. Nach ihm war das "Ulrich-Haberland-Stadion" in Leverkusen (jetzt BayArena) benannt. Heute trägt nur noch der Nachbarplatz seinen Namen, er ist jedoch einer von 19 Ehrenringträgern der Stadt Leverkusen. Mit einer Spende von 1 Million DM initiierte er kurz vor seinem Tod den Bau des Studentendorfes Efferen der Universität Köln 1963 bis 1965. Die ersten vier Häuser erhielten den Namen "Ulrich-Haberland-Häuser". In Bergisch-Gladbach, Bonn und Dormagen sind Straßen nach ihm benannt.

Ulrich Haberland ist auf dem Manforter Friedhof in Feld 21, Grab Nummer 262 begraben.

Quellen:
www.wikipedia.org
www.leverkusen.com/whoiswho
www.coburger-convent.de

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