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Rechenschaftsbericht FV Soziales Zentrum Sollstedt e.V. 2005


Sehr geehrter Herr Bürgermeister, sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitglieder unseres Fördervereins! Viel zu schnell ist wieder ein Jahr vergangen und der Vorstand hat Sie zur Mitgliederversammlung eingeladen um Rechenschaft über das Vereinsleben und die Vorstandsarbeit zu legen. Mit dem Rechenschaftsbericht wurde ich, wie schon in den Vorjahren, betraut.
Ich werde mich bemühen, dieser ehrenvollen Aufgabe gerecht zu werden.
Gleich zu Beginn meiner Ausführungen möchte ich deutlich sagen, daß die schon einige Jahre anhaltende wirtschaftliche Talfahrt, in der sich unsere Bundesrepublik befindet, mit all ihren Auswirkungen auf die sozialen Sicherungssysteme und insbesondere auf die Finanzen der Kommunen für das Jahr 2005 nicht spurlos an unserem Förderverein vorübergegangen ist und uns im Jahre 2006 insbesondere in der Kinderbetreuung vor wachsende Probleme stellen wird. Gott sei Dank ist unsere Gemeinde gut aufgestellt. Ich komme an entsprechender Stelle hierauf zurück.
Gegenüber den Überraschungen, die uns die Politik beschert, ist der menschliche Alterungsprozeß ein natürlicher Vorgang, dessen Auswirkungen sich langfristig steuern lassen. Mit vier Mitarbeiterinnen in unseren Einrichtungen hatten wir vor einiger Zeit auf deren Antrag einen Altersteilzeitvertrag abgeschlossen, dessen aktive Phase für 2 Mitarbeiterinnen in diesem Jahr endete. Für Nachwuchskräfte haben wir rechtzeitig vorgesorgt.
Für die Darstellung des Vereinslebens in unseren Einrichtungen liegen mir umfangreiche sachkundige Zuarbeiten vor. Das Wesentliche daraus werde ich Ihnen vortragen.

Ich beginne mit unserem ambulanten Pflegedienst unter Leitung von Frau Seibt.
Gegenüber dem Vorjahr ist die Anzahl an Pflegepatienten etwas zurückgegangen. Für vom Tod erlöste oder in ein Pflegeheim eingewiesene Patienten haben sich nicht in gleicher Zahl neue Pflegepatienten eingefunden. Trotz gewachsener Konkurrenz sind aber alle Patienten als Zeichen für die Zufriedenheit mit der Fürsorge und liebevollen Betreuung durch unsere Schwestern unserem Pflegedienst treu geblieben.
Die Struktur bezüglich der Zuordnung der Patienten zu den Pflegestufen von I bis III ist annähernd konstant geblieben. Zusätzlich gilt es eine beachtliche Zahl Patienten mit verordneter Behandlungspflege zu betreuen. Dadurch sind die 5 in Teilzeit fest angestellten Schwestern unseres Pflegedienstes und ihre 3 in geringfügiger Beschäftigung tätigen Kolleginnen auch in diesem Jahr konstant ausgelastet. Für eine langfristig erkrankte Schwester mußte sogar zeitweilig eine Schwester als Krankenvertretung eingestellt werden.
Im Interesse der Wirtschaftlichkeit sind die Mitarbeiterinnen des Pflegedienstes stets gehalten, insbesondere durch gute Organisation sparsam mit ihrer Arbeitszeit umzugehen. Es gehört viel Einfühlungsvermögen und Geschick dazu, die zu betreuenden Patienten liebevoll zu behandeln und sie nichts von dem Zeitdruck spüren zu lassen. Die Tatsache, daß die Patienten unserem Dienst die Treue halten und sich gern der sachkundigen, liebevollen Pflege durch die Schwestern unseres ambulanten Pflegedienstes anvertrauen, beweist daß die Schwestern gut ihre anspruchsvolle Arbeit meistern.
Eine Qualitätsprüfung, der sich unser Pflegedienst durch den Gesetzgeber unterziehen mußte, führte zu keinen Mängelfeststellungen sondern nur zu einer Reihe Hinweisen und Auflagen zur weiteren Qualitätserhöhung.

Diese Prüfung wurde zum Anlaß genommen, für unseren Pflegedienst ein standardgerechtes Qualitätsmanagement aufzubauen und dies in einem Handbuch zu dokumentieren. Da hierzu einschlägige Kenntnisse erforderlich sind, haben wir diese Aufgabe Frau Metz, die eine diesbezügliche Fachausbildung erfahren hat, anvertraut. In enger Zusammenarbeit mit der Leiterin des Pflegedienstes wurde das Qualitätsmanagement zur Zufriedenheit des Kontrollorgans geschaffen und das Handbuch steht kurz vor seiner Vollendung.
Die Ansiedlung des Pflegedienstes im Sozialen Zentrum, in dem ältere Bürger Geselligkeit und Geborgenheit finden, läßt es nur natürlich erscheinen, daß sie sich im Pflegebedarfsfalle gern in die Obhut unserer Schwestern begeben.
Die Zusammenarbeit mit dem Hausarzt vieler Sollstedter Bürger, unserem Vorstandsmitglied Herrn Dipl. med. Wolfgang Hesse, dem Arztehepaar Drs. Uhlig in Obergebra, den Krankenkassen und Sozialbehörden gestaltete sich auch im Jahr 2004 wieder gut und angenehm.
In enger Verzahnung zwischen Pflegedienst und Sozialem Zentrum bieten wir ergänzend zu den Pflegeleistungen auch weiterhin hauswirtschaftliche Versorgung als
- Hilfe im Haushalt
- Durchführung der Hausordnung
- Waschen und Bügeln der Wäsche


- Betreuung der Wohnung bei Urlaub (z.B. Gießen der Blumen, Leeren des Briefkastens)
- Erledigung von Einkäufen u.a.
an. Leider nehmen zur Zeit diese Leistungen nur 14 Bürger in Anspruch.
Insbesondere die Leiterin Frau Rumler und Frau Knauft sind mit diesen Aufgaben betraut.

Aus unserem weiteren sozialen Betreuungs- und Beratungsangebot in Form von
- Unterstützung beim Ausfüllen von Anträgen
- Arztkonsultationen
- Fahrdienste
- Behördengängen und anderen sozialen Leistungen
werden insbesondere die Fahrdienste genutzt. So wurden 51 mal Bürger zur ärztlichen Versorgung nach Nordhausen, Bleicherode Worbis und Leinefelde gefahren. 20 Fahrten ermöglichten älteren Bürgern Erledigungen bei Behörden, Friseur, Sparkasse oder Apotheke. Zum Einkauf im Ort wurden Rentner 9 mal gefahren.
Auch im Jahr 2005 wurden Werterhaltungsmaßnahmen für das Soziale Zentrum durchgeführt. In Eigeninitiative und mit Unterstützung durch den Bauhof der Gemeinde wurden 4 Parkplätze geschaffen. Unter Nutzung von Fördergeldern der EU hat das Haus neue Fenster und Türen sowie einen neuen Außenanstrich erhalten.
Dank guter Organisation konnten nennenswerte Beeinträchtigungen der Nutzer des Hauses durch die Baumaßnahmen vermieden werden.
Für die Erfüllung der Aufgaben in der Küche sorgten auch 2005 in bewährter Weise Frau Forkel und Frau Duckwitz zumindest bis zum Beginn der Freizeitphase des Altersteilzeitvertrages von Frau Forkel per 31.07.2005.

Wir sind erfreut, daß sich Frau Duckwitz bereit erklärt hat, als Nachfolgerin von Frau Forkel die Leitung der Küche zu übernehmen. Deshalb mußte aus insgesamt 7 Bewerbungen, die im Ergebnis einer rechtzeitigen Ausschreibung eingegangen waren, nur eine Köchin ausgewählt werden, die unter Leitung von Frau Duckwitz weiterhin eine Arbeit der Küche zur Zufriedenheit der Essenkunden verspricht. Wie mir Frau Rumler berichtete, scheint uns mit Frau Steffi Stolze eine gute Wahl gelungen zu sein.

Frau Heidi Forkel, die zu den Gründungsmitgliedern des Fördervereins gehörte, haben wir würdig in den verdienten Ruhestand verabschiedet. Auch in der Eichsfelder Pforte haben wir ihrem Wirken für das Wohl unserer Mitglieder und anderer Bürger einen Artikel mit entsprechenden Dankesworten gewidmet. Erfreulicherweise hat sie sich bereit erklärt, in Drucksituationen auch weiterhin ehrenamtlich dem Sozialen Zentrum ihre Kraft und ihr Können zur Verfügung zu stellen. Diese Bereitschaft hat sie inzwischen schon mehrfach in die Tat umgesetzt, wofür wir ihr sehr dankbar sind.

Insgesamt täglich in der Küche zubereitete 122 Portionen preiswerten Mittagessens lassen sich werktäglich die Kinder in der Kita, Schulkinder, Beschäftigte von Betrieben, Rentner im Haus und in ihrer Wohnung und neuerdings auch jugendliche Fußballer auf dem Sportplatz schmecken.
Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit bei der Anlieferung des Essens mit dem vereinseigenen PKW erfordern gute Organisation durch die Leiterin des Hauses und Disziplin durch die zum Fahrdienst eingeteilten Mitarbeiterinnen insbesondere Frau Buchmann und Frau Heydrich.
Außer der Essenzubereitung gehören Aufstellung der Speisepläne, Kalkulationen und Wareneinkäufe zu den ständigen Aufgaben der fleißigen Küchenfrauen.
Zusätzlich wird gebacken, gebraten und gekocht für die Gruppennachmittage und im Haus durchgeführten Feierlichkeiten.
Am 18. September zur Bundestagswahl haben die Mitarbeiterinnen des Sozialen Zentrums die Versorgung der Wahlhelfer wieder mal erstklassig realisiert. Dafür auch einen besonderen Dank des Bürgermeisters.
Vereinsmitglieder und andere Bürger nutzen das Soziale Zentrum als Begegnungsstätte mit seinem interessanten Angebot weiterhin regelmäßig. Das gilt sowohl
· für die Sportgruppe der Seniorinnen im Alter von 66 bis 82 Jahren unter der Leitung von Ruth Keilholz
für die Schach- und Skatspieler
die aktiven Seniorinnen unter Leitung von Frau Marianne Hebestreit
als auch für die Handarbeiterinnen und Kaffeekränzchenfrauen.
Im April 2005 hat sich unter Leitung von Frau Uta Knabe und unter dem Namen “Fröhliche Runde” eine neue Gruppe aus 12 Frauen gebildet, die sich zweimal monatlich im Sozialen Zentrum einfindet. Alle 12 Frauen sind Mitglieder des Fördervereins geworden. Das begrüßen wir ausdrücklich.
Die Osteoporoseselbsthilfegruppe unter Leitung von Frau Keßner, die ihre gesundheitserhaltenden Übungsprogramme in geeigneten Räumlichkeiten der Kindertagesstätte durchführt, traf sich zu einer Weiterbildungsveranstaltung im Sozialen Zentrum und machten vom Angebot an Speisen und Getränken Gebrauch. Im Januar 2006 feiert diese Gruppe 10-jähriges Bestehen. Dafür einen besonderen Dank an Frau Keßner.
Großer Beliebtheit und reger Beteiligung erfreuten sich wiederum die vom Sozialen Zentrum organisierten bzw. ausgerichteten traditionellen Veranstaltungen wie die Senioren- weihnachtsfeier, die Seniorenfaschingsfeier unter Leitung des Karnevalsvereins, die Frauentagsfeier, und das gut besuchte Sommerfest.
Letzteres wurde wieder mit einem netten Programm einer Kindergruppe unserer Kita und 2 von Frau Rumler organisierten Alleinunterhaltern umrahmt.
Leider war der Wettergott nicht gnädig und es gab mehrere heftige Regengüsse. Aber das tat der Stimmung überhaupt keinen Abbruch. Alle rückten im Zelt enger zusammen und die Mitarbeiterinnen des Sozialen Zentrums servierten mit Regenschirm.

Seit nach der letzten Kommunalwahl unser Bürgermeister Herr Hohberg es sich zu seiner persönlichen Aufgabe gemacht hat, die Senioren zu dieser Feier zu betreuen und sich mit ihren Sorgen und Nöten zu befassen, hat die Teilnahme an den regelmäßig durchgeführten zusammengefaßten Feiern der Geburtstage des Monats von Senioren ab 60 Jahre mit gemeinsamer Kaffeetafel zugenommen. Allerdings könnte sie noch etwas reger sein.
Das Angebot des Sozialen Zentrums zur Gestaltung und kulinarischen Betreuung von Familienfeierlichkeiten an den Wochenenden wurde wieder mehrfach genutzt. 6 mal feierten Bürger mit ihren Gästen ihren Geburtstag im Sozialen Zentrum. Eine Konfirmation und 1 Trauerfeier wurde zur Zufriedenheit der Teilnehmer ausgerichtet.
Im Oktober fand für die Wahlhelfer der Bundestagswahl im Sozialen Zentrum eine Veranstaltung statt, zu der sich der Bürgermeister persönlich für deren ehrenamtliches Engagement bedankt hat.
Auch 2005 wurden in den Räumen des Sozialen Zentrums 4 mal Blutspenden organisiert.
Auch andere ortsansässige Vereine, Betriebe und Einrichtungen nutzen das Soziale Zentrum für Versammlungen und Feiern. Insbesondere zu nennen sind die monatlichen Verhandlungen der Schiedskommission. Auch die Mitglieder der Bürgerinitiative Sollstedt (BIS) treffen sich regelmäßig zu ihren Versammlungen im Sozialen Zentrum.
In Vorbereitung der Jugendweihe 2006 fand im August eine Informationsveranstaltung im Hause statt.
Damit ist unsere Begegnungsstätte aber durchaus noch nicht voll ausgelastet. Sie alle, liebe Vereinsmitglieder können durch Hinweise auf die bestehenden Möglichkeiten in Ihrer Verwandtschaft, im Freundes- und Bekanntenkreis die Werbeaktivitäten der Mitarbeiterinnen des Sozialen Zentrums aktiv unterstützen

Für die Erfüllung der dargestellten Aufgabenpallette des Sozialen Zentrums standen uns wie bisher 4 in Teilzeit angestellte Mitarbeiterinnen zur Verfügung.
Durch aktiven Einsatz besonders unseres Vorsitzenden Herrn Metz ist es immer wieder gelungen, in Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit und dem Liftverein Nordhausen rechtzeitig die für die Erfüllung wichtiger Hilfsfunktionen des Sozialen Zentrums erforderlichen Mitarbeiterinnen über MAE-Maßnahmen (auch als 1-Euro-Job bekannt) bereitzustellen. Schwerpunkt der Bemühungen von Herrn Metz war, für die Tätigkeit in unserem Hause auch geeignete Mitarbeiterinnen zu finden.
Die relativ kurze Laufzeit der Maßnahmen von maximal 6 Monaten machte häufigen Wechsel der Hilfskräfte mit erhöhtem organisatorischem Aufwand für die Leiterin erforderlich.
Wir können aber auch feststellen, daß die meisten der Mitarbeiterinnen, die auf Basis MAE, bzw. 1 Eurojob, bei uns tätig waren, ihre Arbeit in unserer Einrichtung als echte Möglichkeit für eine nützliche Tätigkeit empfunden und sich dementsprechend eingebracht haben.
Besonders erfreulich ist, daß ab Oktober Frau Ursula Pfützenreuter wieder für 4 Monate bei uns arbeiten darf. Sie ist sehr flexibel einsetzbar und bei den Nutzern des Sozialen Zentrums beliebt.
Allen nicht genannten Mitarbeiterinnen, die im Berichtsjahr für einen reibungslosen Arbeitsablauf gesorgt haben, gebührt Dank und Anerkennung.
Sieben Jugendliche absolvierten ein 4-wöchiges Praktikum im Sozialen Zentrum und wirkten an der Erfüllung der Aufgaben mit. Gleichermaßen konnten sie für sich Erfahrungen in der Sozialarbeit gewinnen.

Liebe Vereinsmitglieder, es bietet sich an, daß wir an dieser Stelle unsere Mitgliederstatistik betrachten. Erfreulicherweise sind 22 Neuzugänge in diesem Jahr zu verbuchen. Acht treue Mitglieder sind verstorben, 3 sind verzogen. Leider haben wir auch 4 Austritte aus persönlichen

Gründen zu verzeichnen. Unter dem Strich ist unsere Mitgliederzahl gegenüber dem Vorjahr damit um 7 auf 262 Mitglieder gestiegen.
Mit diesen 262 sozial denkenden Bürgern, die durch ihre Mitgliedschaft im Verein das gemeindliche Leben bewußt mitbestimmen, bilden wir eine starke soziale und politische Kraft, worauf jedes einzelne Mitglied mit Recht stolz sein kann.
Aus der vielfältigen Nutzung des Sozialen Zentrums aber auch durch Meinungsäußerungen von Nutzern des Hauses wird deutlich, daß die Sollstedter Bürger der Tatsache, daß ihnen ein solches Haus als Begegnungsstätte mit einem entsprechenden Veranstaltungsangebot zur Verfügung steht, einen hohen Stellenwert beimessen. Dem wollen wir auch zukünftig Rechnung tragen. Dabei müssen wir natürlich den dafür erforderlichen Zuschußbedarf aus dem Gemeindehaushalt streng im Auge behalten.
Von 1999 an konnte durch verschiedene Rationalisierungsmaßnahmen der Zuschußbedarf für das Soziale Zentrum bis 2001 schrittweise auf 26,4 T€ gesenkt werden. Die Anschaffung des PKW Škoda Fabia im Jahr 2002 und andere Faktoren unterbrachen zeitweilig diese günstige Entwicklung mit einem Zuschußbedarf von 47,2 T€.
Mit einem Zuschuß von 37 T€ für 2003 und einem erforderlichen Zuschuß von 21,1 T€ für 2004 hat sich der Zuschußbedarf wieder auf einen sehr günstigen Wert entwickelt. Das Jahr 2005 ist noch nicht zu Ende und in seinen wirtschaftlichen Ergebnissen noch nicht abrechenbar. Es steht aber zu erwarten, daß die vielfältigen ideenreichen Initiativen der Leiterin Frau Rumler und ihrer Mitarbeiterinnen für ein reichhaltiges und abwechslungsreiches Betreuungsangebot des Sozialen Zentrums gut zu Buche schlagen werden, obwohl trotzdem ein etwas höherer Zuschußbedarf als für 2004 zu erwarten steht.
Das wirtschaftliche Ergebnis des Pflegedienstes wird sich so gestalten, daß er sich weiterhin selbst unter dem Dach des Fördervereins trägt.
Dafür danke ich allen beteiligten Mitarbeiterinnen im Namen des Vorstandes recht herzlich.
Unter der dargestellten Entwicklung des Zuschußbedarfs ist jede Spende, die dem Sozialen Zentrum zugute kommt, besonders hilfreich. Im Namen der Leiterin und der Mitarbeiterinnen des Sozialen Zentrums darf ich deshalb der Leitung des Bergwerks Sollstedt für die Organisation und Durchführung von Grubenfahrten anläßlich des Bergmannstages 2005 und die Übergabe des Erlöses daraus als Spende an das Soziale Zentrum herzlich bedanken.
Auch der Verkaufserlös der Fotos anläßlich des vom Bürgermeister veranstalteten und der Leiterin des Sozialen Zentrums Frau Rumler als Betreuerin begleiteten 6. Sollstedter Seniorentages führte auch zu einer nennenswerten Spende für das Soziale Zentrum, für die gedankt wird.

Liebe Vereinsmitglieder, wenn Sie die vorgetragene Einschätzung des Vorstandes zur Arbeit des Sozialen Zentrums im Berichtsjahr durch Ihre eigene Erfahrung als Nutzer bestätigen können, dann können Sie die Leistungen aller Mitarbeiter des Sozialen Zentrums durchaus mit Beifall belohnen und ihnen gleichzeitig Mut für die Erfüllung der Aufgaben im Folgejahr zusprechen.

Liebe Vereinsmitglieder, von gleicher Bedeutung wie das Mitgliederleben im Sozialen Zentrum ist die Arbeit, die unter Verantwortung des Vorstandes durch die dafür beschäftigten Leiterinnen und Mitarbeiterinnen für die Jugendlichen und Kinder unserer Gemeinde geleistet wird.
Auch in diesen Geschäftsfeldern unseres Fördervereins kann im Berichtsjahr über gute Arbeitsergebnisse berichtet werden.

Die Kindertagesstätte erfährt nach wie vor großen Zuspruch. Das ist daran zu erkennen, daß für 90 % aller Kinder unserer Gemeinde, die zweieinhalb Jahre alt sind, ein Kindergartenplatz in Anspruch genommen wird.
In diesem Jahr ist die Aufnahme von ca. 91 Kindern geplant, die in 6 Kindergruppen, von 9 Erzieherinnen und einer Leiterin betreut werden.
Sie wissen aus meinen Berichten der vergangenen Jahre, daß auch Plätze für die Aufnahme von Kindern unter 2½ Jahren angeboten werden. Auch hier zeigt sich ein nicht zu unterschätzender Bedarf, dem durch weitsichtige Entscheidungen des Gemeinderates entsprochen werden kann.
Das gute Angebot zur Kinderbetreuung wertet definitiv die Infrastruktur der Gemeinde Sollstedt auf.
Ich darf Ihnen berichten, daß die Mitarbeiterinnen der Kindertagesstätte die Zeichen der Zeit erkannt haben. Zum einen wissen sie um knappe Kassen in unserem Land, zum anderen kennen sie die Qualitätsansprüche, die landesweit an die Bildungs- und Erziehungsarbeit in den Vorschuleinrichtungen gestellt werden.
So haben die Erzieherinnen unserer Kindertagesstätte unter ihrer erfahrenen Leiterin Frau Fiedler in einem langfristigen Diskussionsprozeß unter Einbezug der Eltern beginnend im Jahre 2004 die im Dezember 2002 dem Gemeinderat vorgestellte durchaus anspruchsvolle pädagogische Arbeitskonzeption der Kita überarbeitet.
In Auswertung der Ergebnisse der Bildungsstandsstudie „Pisa”, bei der unser Land nicht gerade gut abgeschnitten hatte, wurde unter anderem auch eine Bewertung der Bildungsarbeit in Vorschuleinrichtungen vorgenommen.
Mit den Leitlinien frühkindlicher Bildung hatte die Thüringer Landesregierung noch im Oktober 2003 den eigenständigen Bildungs- und Erziehungsauftrag des Thüringer Kindertages- stättengesetzes hervorgehoben und weiter präzisiert und den verbindlichen Bezug zum nationalen Kriterienkatalog für alle Kindertagesstätten des Freistaates hergestellt.
Dabei wurde staatlicherseits bewußt auf konkrete Handlungsempfehlungen verzichtet. Es liegt in der Verantwortung der Träger, Erzieherinnen und Eltern, die Qualitätskriterien zu erfüllen.
Die Leitlinien besagen, daß sich die Entwicklungsbedingungen von Kindern im gesellschaftlichen Zusammenhang von Erziehung, Bildung und Betreuung erheblich gewandelt haben. Das muß sich in einem veränderten Selbstverständnis der Kindertageseinrichtungen widerspiegeln. Dazu ist eine neue Bewertung von Lernen und Leistung notwendig.
Man geht heute davon aus, daß der Bildungsgedanke Kinder als autonome Subjekte begreift, die sich die Welt durch ihr eigenes Wahrnehmen, Fragen und Denken erschließen. Bildung bedeutet somit ein Sich-Bilden.
Dieses Sich-Bilden vollzieht sich in der Kommunikation mit der umgebenden Umwelt aus natürlichen, kulturellen und sozialen Ordnungen.
Bildung als ein Prozeß, den das Kind letztlich nur eigen-aktiv und selbst-tätig betreiben kann, benötigt daher eine sachliche, soziale und geistige Umgebung, die diese Auseinandersetzung erträgt, teilnehmend unterstützt sowie durch lohnende Fragen herausfordert.
Der Bildungsbegriff hebt nicht den helfenden, erziehenden und lehrenden Beitrag des Erwachsenen auf, sondern erfordert eine Qualität dieser Beiträge, die der eigenen Bildungstätigkeit des Kindes nicht im Wege steht, sondern sie bestmöglich unterstützt.
Der in Umsetzung der Leitlinien frühkindlicher Bildung der Thüringer Landesregierung 2004 begonnene Diskussionsprozeß unserer Erzieherinnen hat entscheidend zu ihrer eigenen höheren Qualifizierung beigetragen und in der 2005 vorgestellten Neufassung der pädagogischen Arbeitskonzeption ihren vorläufigen Abschluß gefunden.
Ein gutes Beispiel des Angebotes frühkindlicher Bildung ist die Englischspielstunde in unserer Kita.

Bilinguale Erziehung gewinnt im Zeitalter der Globalisierung mehr und mehr an Bedeutung. Insbesondere Englisch - mittlerweile mehr als nur Computer-, Politik- und Wissenschafts- sprache - spielt als Weltsprache Nr. 1 für die Zukunft der nachfolgenden Generation eine entscheidende Rolle. Studien haben ergeben, dass die optimale Phase, eine Fremdsprache zu lernen, zwischen dem dritten und fünften Lebensjahr liegt.
Aus diesem Grund ist der Aufbau einer englischen Sprachkompetenz schon im Kindergartenalter extrem wichtig. Bei Kleinkindern verläuft der Lernprozess noch nicht regelbasiert und unter Kontrolle des Bewußtseins, sondern spontan, unbeschwert und unbefangen bei Gesang, Spiel und Tanz.
Während anfänglich für diese Sprachvermittlung eine Englischlehrerin engagiert wurde, deren Honorar von den interessierten Eltern erbracht werden mußte, hat sich unsere Erzieherin Frau Heinemann, die über gute Grundkenntnisse in Englisch verfügt, in einem Lehrgang für die Sprachvermittlung an Kleinkinder qualifiziert. So gehört heut die Englischspielstunde zum Standardangebot unserer Kita. Das ist durchaus nicht überall möglich.
Ein großes Potential für eine qualitativ gute Arbeit erschließt sich der Kita nach wie vor aus der Zusammenarbeit mit den Eltern der Kinder, der Schule, den örtlichen Vereinen und Institutionen sowie ehrenamtlichen Helfern.
In guter Zusammenarbeit mit dem Karnevalsverein, dem VfB Friedetal, dem Heilpädagogischen Zentrum in Wülfingerode, den Hallenbadbetreibern, der Kirche, dem Sollstedter Polizeibeamten und der Zahnärztin Frau Grafenhorst, wurden für die Kinder vielfältige Lern- und Vergnügungsprojekte gestaltet.
Die Gestaltung von Familientagen in jeder Gruppe und die Durchführung der nun schon traditionellen und auch beliebten Oma - und Opa Tage in dieser Festhalle als Feld aktiver Beteiligung der Eltern sind wesentliche Elemente bei der Umsetzung der pädagogischen Konzeption.
Einen hervorragenden Platz in der Umsetzung der pädagogischen Konzeption nimmt jedoch die Zusammenarbeit mit der Schule ein. Es gilt Wege zu finden, wie Kita und Grundschule gemeinsam tätig werden können, den Übergang in die Schule für Kinder und deren Eltern so konfliktarm wie möglich zu gestalten.
Es kommt darauf an, den Übergang zur Schule als einen Prozeß zu begreifen, der bereits in der Kita beginnt. Ein Angebot kindgerecht konzipierter Lernspiele, die es in Zusammenarbeit zwischen Erzieherinnen und Grundschullehrern ständig zu qualifizieren gilt, bietet hierzu gute Voraussetzungen. Aber auch Maßnahmen, die ein frühzeitiges gegenseitiges Kennenlernen fördern, wie
· Besuche der Grundschullehrer in der Kita,
Besuche der Kita-Kinder in der Grundschule,
Hinweise durch die Schulärztin und durch die Schule zu Förderungen einzelner Kinder vor Schulbeginn,
Durchführung gemeinsamer Elternabende mit Erzieherinnen und Grundschullehrern
sind geeignet, den Übergang zur Schule reibungslos zu gestalten.

Liebe Vereinsmitglieder!
In diesem engagierten Bemühen um die frühkindliche Entwicklung unserer Kinder entsprechend den vorgegebenen Leitlinien erreichte uns die im April 2005 von der Landesregierung in einem Positionspapier veröffentlichte sogenannte Thüringer Familienoffensive.
Jeder, dem die hervorragende Rolle der Familie bei der Überwindung der durch Geburtenrückgang entstandenen und noch wachsenden Überalterung der Gesellschaft mit ihren fatalen Folgen für die sozialen Sicherungssysteme bewußt ist, kann in einer verkündeten Familienoffensive doch nur einen ersten Schritt in die richtige Richtung vermuten.
Wer aber als Kommunalpolitiker, Träger einer Kindertagesstätte oder deren Leiterin in der Lage ist, die als Eckdaten der Familienoffensive für die Betreuung, Bildung und Erziehung der Kinder angepriesenen Fördermöglichkeiten, mit den bisher vom Land hierfür ausgereichten Fördermitteln zu vergleichen, mußte sehr schnell feststellen, daß sich hinter diesem schönen Schlagwort nichts anderes als ein riesiges Sparkonzept der Landesregierung verbirgt.
Schlimmer noch, denn die dem Positionspapier zu seiner Umsetzung folgenden Gesetzesentwürfe lassen erkennen, daß das bisher gut funktionierende auf kommunaler Verantwortung beruhende System der Kinderbetreuung in den Thüringer Kindertagesstätten durch Verlagerung der Verantwortung auf Kreisebene zerschlagen werden soll.
Die befürchteten Folgen dieses drastischen Spar- und Organisationseingriffs der Landesregierung bestehen insbesondere in
· zusätzlicher finanzieller Belastung der Kommunen,
stärkerer finanzieller Belastungen von Eltern,
Ausgrenzung von Kindern sozial schwacher Eltern von der frühkindlichen Bildung und Erziehung,
reglementierendem Einfluß der Landkreise, dem insbesondere Kindereinrichtungen in kleineren Orten zum Opfer fallen können
Verschlechterung des Betreuungsangebotes durch größere Gruppenstärken und Planungsunsicherheit in den bestehen bleibenden Einrichtungen
Arbeitsplatzverlust für Erziehungspersonal
In einer Protestveranstaltung in der Sollstedter Festhalle am 18. Juli 2005 mit ca. 180 Eltern, Erzieherinnen, Kommunalpolitkern aus Sollstedt und Nachbarorten als Teilnehmer wurde dieser Thüringer Familienoffensive ein klares Nein erteilt.
Zahlreiche lokale und auch zentrale Protestveranstaltungen in Erfurt folgten.
Einschlägige politische und soziale Organisationen wie der Gemeinde- und Städtebund Thüringen, der Paritätische Wohlfahrtsverband Thüringen, auch die Liga der freien Wohlfahrtspflege haben in fundierten Stellungnahmen den Gesetzesentwürfen zur Umsetzung der Familienoffensive ebenfalls eine Absage erteilt.
Von unserem Bürgermeister und Vorstandsmitglied Jürgen Hohberg, der sich in allen einschlägigen Gremien, denen er vorsteht oder in denen er Mitglied ist, aktiv gegen diese Gesetzesentwürfe eingesetzt hat, wissen wir, daß viele CDU-Bürgermeister deutlichen Protest gegen die Umsetzung der Thüringer Familienoffensive angemeldet haben.
So wie an unserer Kindertagesstätte signalisieren an vielen Thüringer Kindereinrichtungen eindrucksvolle Plakate die Ablehnung der Familienoffensive durch Erzieher und Eltern.

Seit vergangener Woche nun zeichnet sich ein Teilerfolg der Proteste ab. Das neue Thüringer Kindertagesstättengesetz soll zwar noch im Dezember verabschiedet werden. Jedoch soll die Verantwortung für das Betreiben von Kindertageseinrichtungen weiterhin in den Kommunen verbleiben, so daß uns Reglementierungen vom Landkreis erspart bleiben.
Mit einer sozial verträglichen Umsetzung der uns mit dem neuen Gesetz verordneten Minderbezuschussung aus dem Landeshaushalt werden wir uns aber wohl befassen müssen.
Durch unseren Beifall sollten wir der Leiterin und den Mitarbeiterinnen unserer Kindertagesstätte hierzu Mut machen und ihnen gleichzeitig für ihre Arbeit im Berichtsjahr danken.

Liebe Mitglieder, auch in der Kindertagesstätte gibt es altersbedingte Personalveränderungen.
Am 4. April dieses Jahres wurde Frau Gudrun Enge, die fast 28 Jahre lang engagiert dazu beigetragen hat, unzählige Sollstedter und Wülfingeröder Kinder durch ihre Erziehungs– und Bildungsarbeit auf ein eigenständiges Leben vorzubereiten, in den verdienten Ruhestand entlassen.
Als Nachfolgerin konnten wir Frau Ines Heyn im Ergebnis einer Stellenausschreibung gewinnen. Sie hat sich gut in das Team der Erzieherinnen eingeordnet und setzt die liebevolle Betreuung der kleinsten Gruppe erfolgreich fort.
Im März 2006 tritt Frau Fiedler gemäß ihrem Altersteilzeitvertrag in den verdienten Ruhestand ein. Entsprechend seiner Verantwortung als Arbeitgeber hat der Vorstand des Fördervereins bereits im Jahre 2003 begonnen, die bisherige Stellvertreterin Frau Stachowski nach einem langfristig angelegten Programm zur künftigen Leiterin zu qualifizieren.
Ab August 2005 wurde die Einarbeitung von Frau Stachowski dergestalt intensiviert, daß ihr schrittweise Leitungsaufgaben in Eigenverantwortung übertragen wurden. Da der Einarbeitungsprozeß zur Zufriedenheit des Vorstandes des Fördervereins gut vorangekommen ist, konnte Frau Stachowski gemäß Vorstandsbeschluß ab 1. November 2005 die Leitung der Kindertagesstätte voll verantwortlich übertragen werden.
Die bisherige Leiterin Frau Fiedler nimmt bis zu Ihrer würdigen Verabschiedung aus dem Arbeitsprozeß im März 2006 die Funktion als Stellvertreterin wahr und begleitet die neue Leiterin Frau Stachowski bis dahin mit ihrem Erfahrungsschatz als Mentorin.
Im Namen des Vorstandes, insbesondere aber des Bürgermeisters, darf ich an dieser Stelle Frau Fiedler für ihr langjähriges engagiertes erfolgreiches Wirken als Leiterin unserer Einrichtung herzlich danken und ihr sowie der neuen Leiterin auf dem gemeinsamen Weg bis März 2006 viel Erfolg wünschen.

Nach der Kindergartenzeit setzt sich der Erziehungs- und Lernprozeß für die Kinder unter der Obhut erfahrener Lehrer in der Schule fort. Allzu bald jedoch schlagen mitunter junge Menschen verschiedenen Einflüssen folgend für sich selbst, ihre Eltern und die gesamte Gesellschaft nicht vorteilhafte Wege ein.
An dieser Stelle beginnt das Wirkungsfeld des ebenfalls mit finanzieller Hilfe unserer Gemeinde und des Kreisjugendamtes vom Förderverein geführten Jugendclubs, dessen Mitgliederstamm sich von Jahr zu Jahr durch heranwachsende Jugendliche und ausscheidende ältere Jugendliche verändert. So besuchen seit einem Jahr 20 jüngere Jugendliche regelmäßig den Club.
Die Ziele der Clubtätigkeit sind Schaffung von Möglichkeiten zur sinnvollen Freizeitgestaltung für die insgesamt ca. 40 Clubmitglieder im Alter von 13 bis 26 Jahren entsprechend ihren Interessen. Pädagogische Einflußnahme auf das Verhalten der Jugendlichen und den Umgang miteinander, Gespräche und Beratungen bei Problemen und Unterstützung bei der Berufsorientierung und Berufsberatung einschließlich Bewerbungstraining sind wesentliche Bestandteile der Clubarbeit.
Eigenverantwortliche Reinigung der Clubräume und Außenanlagen und auch größere Arbeitseinsätze für Instandhaltungs- und Erweiterungsmaßnahmen gehören zum Betätigungsfeld der Jugendlichen. So wurden im Sommer die Bänke abgeschliffen und neu gestrichen.

Wie im Sozialen Zentrum ist es auch im Jugendclub durch den aktiven Einsatz unseres Vorsitzenden Herrn Metz immer wieder gelungen, die zur Unterstützung der Leiterin des Jugendclubs Frau Tietze erforderlichen Hilfskräfte über MAE-Maßnahmen (1-Euro-Jobs) bereitzustellen.
Außerdem werden die Jugendlichen, die 2004 an einer Jugendgruppenleiterschulung in Bleicherode mit Abschlußdokument teilgenommen hatten, selbst in Schwerpunktzeiten eigenverantwortlich in den Aufsichts- und Betreuungsprozeß eingebunden, um den Betrieb ihrer Einrichtung aufrecht zu erhalten.
Das nun schon mehrjärig betriebene Internetcafe wird durch die Jugendlichen weiterhin eifrig genutzt, um Interessantes aus der ganzen Welt zu erfahren. Auch werden an den beiden Computern Hausaufgaben, Bewerbungsschreiben und andere Ausarbeitungen erledigt.
Das übliche Freizeitangebot des Jugendclubs in Form von
· Sportnachmittagen mit Volleyball und Fußballspielen
· sportlichen Wettkämpfen im Kegeln, Tischtennis, Billard, Dart, Schießen und anderen Sportarten
oder abwechslungsreicher Freizeitgestaltung mit Tanz, Miniplayback-Shows, Teene-Disko aber auch Video- bzw. Fernsehabenden und
· Nachmittagsgestaltung mit Basteln oder Gesellschaftsspielen
erfuhr durch 2 Erste-Hilfe-Ausbildungen im Februar und Mai dieses Jahres eine sinnvolle Ergänzung. Der in Sollstedt wohnhafte Medizinstudent Tobias Hoffmann, der auch Mitglied der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft ist, hat die Lehrgänge durchgeführt.
Auch ein im Oktober gemeinsam mit dem Kontaktbereichsbeamten durchgeführter Tag der Verkehrserziehung fand Anklang bei den Jugendlichen.
Frau Tietze hat die 2004 begonnene zyklische Weiterbildung in Zusammenarbeit mit dem Jugendamt Nordhausen und die Weiterbildung des Landesjugendamtes in Erfurt für Jugendpfleger inzwischen erfolgreich abgeschlossen und damit die Voraussetzung geschaffen, in ihrer Leitungsfunktion stets aktuelle Erkenntnisse und Methoden in der offenen Jugendarbeit wie
· Demokratie und Toleranz
Kommunikation
Umgang mit Gewalt z.B. durch Antiaggressionstraining
nutzen zu können.
Seit September 2004 führt die Leiterin des Jugendclubs Soziale Gruppenarbeit, als Bestandteil der ambulanten Hilfe zur Erziehung nach dem Kinder- und Jugendhilfegesetz durch, um älteren Kindern und Jugendlichen bei der Überwindung von Entwicklungsschwierigkeiten und Verhaltensproblemen zu helfen. Für die durch den Sozialen Dienst des Jugendamtes Nordhausen zugewiesenen 2 Kinder aus Sollstedt wurde das Erziehungsziel zum 1. September erreicht. Derzeit wird der Hilfeplan für zwei andere Kinder aus Sollstedt erarbeitet.
Im Jahre 2005 wurde wieder 2 Jugendlichen die Möglichkeit gegeben, ihre gerichtlichen Auflagen für gemeinnützige Arbeit im Jugendclub abzuleisten.
In den Winter-, Sommer- und Herbstferien wurden wie in den Vorjahren Ferienspiele durchgeführt. Die besonders rege Teilnahme (im Sommer bis zu 34 Kinder) machte es notwendig, mehrere Personen bei der Durchführung der Veranstaltungen um Unterstützung zu bitten.
Es erklärten sich ehemalige Jugendliche
· Nadine Ackermann,
Stefanie Hackethal und
Nadine Klabunde

sowie die jugendlichen Clubmitglieder
· Nancy Decker
Sindy Hauswald und
Ulrike Tietze
zur ehrenamtlichen Mithilfe bereit. Dafür ein herzliches Dankeschön!
Anläßlich des Internationalen Kindertages waren die Kinder der Kindertagesstätte zu Besuch im Jugendclub. Mit Unterstützung der Erzieherinnen, der technischen Kräfte, engagierter Eltern und der Mitarbeiter des Jugendclubs konnte der Tag zu einem Erlebnis für die Kinder gestaltet werden.
Eine weitere Gemeinschaftsveranstaltung fand im August statt, als je eine Klasse der Regelschule Sollstedt und des Gymnasiums Bleicherode den Freizeitplatz zum Ziel eines Wandertages gewählt hatten. Der Tag fand mit Volleyballspiel und einer Grillparty seinen Abschluß.
In ihrer Funktion als Jugendpflegerin hat sich Frau Tietze intensiv um die Auswahl geeigneter Personen für die Führung des Jugendclubs Wülfingerode in MAE-Maßnahmen zu finden.
Auch in Rehungen wurden die Jugendlichen weiterhin angeleitet, ihren Jugendraum selbständig zu führen.
Der Leiterin des Jugendclubs und Jugendpflegerin Frau Tietze und ihren Mitarbeiterinnen sagen wir herzlich Dank für die geleistete Arbeit.

Zur Gestaltung des gesamten sozialen Umfeldes unserer Gemeinde gehört seit 1. April dieses Jahres auch die Trägerschaft für die Bibliothek der Gemeinde Sollstedt, die sich im Gebäude der Kindertagesstätte befindet. Es wurden Regelungen getroffen, die das Ausleihen der Bücher an die vorwiegend aus Kindern und Senioren bestehenden Nutzer weiterhin kostenfrei ermöglichen.

Liebe Vereinsmitglieder, das Ergebnis der auf den 18. September vorgezogenen Bundestagswahl zeugt deutlich vom Vertrauensverlust in die großen Volksparteien infolge der seit Jahren anhaltenden wirtschaftlichen Schieflage mit sozialem Abbau insbesondere für die ohnehin wenig Begüterten in unserem Land.
Nun ist Deutschland nur durch eine große Koalition regierbar. Der Koalitionsvertrag ist geschmiedet. Er beinhaltet eine Reihe weiterer Sparmaßnahmen und Belastungen für die Bürger, die auch uns treffen. Hoffen wir, daß es damit gelingt, die Staatsfinanzen wieder in Ordnung zu bringen und einen für eine solide Zukunft erforderlichen wirtschaftlichen Aufschwung in Gang zu bringen.
Bis es jedoch soweit ist, werden wir noch einige Jahre mit knappen Kassen in den Kommunen rechnen müssen.
Trotz dieser Situation setzt sich unser Bürgermeister Herr Hohberg im Gemeinderat nachhaltig dafür ein, daß auch unter diesen schwierigen Bedingungen der Förderverein Soziales Zentrum e.V. als führende soziale Kraft unserer Gemeinde zum Wohle unserer Bürger weiter im erforderlichen Maße finanzielle Unterstützung erfährt.
Für uns als Vereinsmitglieder ergibt sich aus der geschilderten Situation die Verpflichtung, unseren Beitrag zum Erhalt unseres Vereins mit seinen Einrichtungen auch in den Folgejahren zu leisten und noch zu verstärken.
Generell gilt es daher mit Hilfe aller Mitglieder insbesondere
· unseren Verein durch weitere neue Mitglieder zu stärken,
in allen Einrichtungen strengste Sparsamkeit walten zu lassen,
· verstärkt um ehrenamtliche Hilfe einer Vielzahl Sollstedter Bürger zu werben,
· die zu verträglichen Preisen angebotenen Leistungen des Sozialen Zentrums rege zu nutzen, um den bezuschußten Lohnkosten so viel wie möglich Einnahmen entgegenstellen zu können.

Liebe Vereinsmitglieder, die Ihnen von mir im Bericht des Vorstands vor Augen geführten Arbeiten und Ergebnisse in den vom Verein getragenen Einrichtungen sind neben dem bereits gewürdigten Fleiß der Beschäftigten auch das Ergebnis der Leitung durch den Vorstand, der in unserem Verein ehrenamtlich Geschäftsführungsfunktionen wahrnimmt.
Nach dem Weggang von Pfarrer Dr. Kaffka, der ja satzungsgemäß Vorstandsmitglied kraft seines Amtes war, in einen anderen kirchlichen Wirkungskreis, bestand der nominell 9-köpfige Vorstand nur aus 8 Mitgliedern. Wenn die Neubesetzung der Sollstedter evangelischen Pfarrstelle wieder konstant geregelt sein wird, hoffen wir den neuen Pfarrer als engagiertes Vorstandsmitglied gewinnen zu können.
Plötzlich und unerwartet ist am 26. Juni dieses Jahres unser nun schon langjähriges Vorstandsmitglied Herr Helmut Ohse verstorben. Der Vorstand hat seiner in Würde gedacht.
Das Ausscheiden von Frau Simone Maurer, die zwar nur kurzzeitig aber sehr erfolgreich als Schatzmeisterin gewirkt hatte, war erfreulicher Art. Sie hat ab September ihren Mutterschaftsurlaub angetreten. Da wir zeitgleich Herrn Thomas Münster, ebenfalls Mitarbeiter in der Kämmerei der Gemeindeverwaltung, als neuen Schatzmeister in den Vorstand kooptieren konnten, hat der Vorstand mit 7 Mitgliedern die Arbeit bis heute erfolgreich fortgesetzt. Die Beschlußfähigkeit war zu allen Vorstandssitzungen gegeben.
In regelmäßigen monatlichen Vorstandssitzungen, auch in außerordentlichen Beratungen, galt es, die Arbeitsabläufe in den Einrichtungen auszuwerten, Besonderheiten zu erkennen, erforderliche Maßnahmen abzuleiten und Entscheidungen in Form von Vorstandsbeschlüssen zu treffen, für den weiteren Geschäftsablauf in den Einrichtungen.
Das wichtigste Leitungsinstrument ist der Jahreswirtschaftsplan, dessen Abrechnung für das abgeschlossene Jahr 2004 der anschließende Bericht unseres Schatzmeisters gewidmet sein wird.
Der Leitungseinfluß des Vorstands auf die Einrichtungen Soziales Zentrum, Kindertagesstätte und Jugendclub bei der Erfüllung ihrer laufenden Aufgaben konnte durch das weitgehend selbständige Handeln der erfahrenen Leiterinnen in Grenzen gehalten werden. Bei der Bewältigung der alle Einrichtungen betreffenden nicht geringen Probleme war zusätzliche Unterstützung vielfältiger Art erforderlich. Entsprechend der geschilderten Arbeitskräfte- problematik gab es in 2005 wohl keine Vorstandssitzung, ohne daß hierauf besonderes Augenmerk gerichtet werden mußte.
Wie Sie aus dem Bericht erfahren haben, liegt ein umfangreiches Arbeitsjahr hinter dem Vorstand. Je nach Sachkompetenz und für die Vorstandsarbeit verfügbarem Zeitfonds haben die einzelnen Vorstandsmitglieder unterschiedlich an der Lösung der Aufgaben mitgewirkt.
Unser bewährter Vorsitzender Herr Metz hat nicht nur die Aufgaben geschickt und sinnvoll verteilt und die Ergebnisse in den Vorstandssitzungen einer Entscheidung zugeführt, er hat auch in vielfältiger Weise vor Ort angefallene Organisationsaufgaben gelöst. Seinen Verdienst bei der Bereitstellung erforderlicher Kräfte insbesondere für Hilfsfunktionen im Sozialen Zentrum und Jugendclub hatte ich bereits erwähnt.
Durch geordnete Übergabe und entsprechendes Engagement von Herrn Münster bei der Einarbeitung in die Schatzmeisterfunktion konnte der Wechsel in der Besetzung dieser Funktion ohne Reibungsverluste vollzogen werden. Wir sind überzeugt, daß die Führung und Überwachung der Finanzgeschäfte des Fördervereins bei Herrn Münster in guten Händen liegen.

Der Bürgermeister Herr Hohberg hat nicht nur seiner Pflicht, die Interessen der Gemeinde Sollstedt im Vorstand zu vertreten, entsprochen, sondern umgekehrt auch die Bedeutung unseres Vereins für die Gestaltung des gemeindlichen sozialen Lebens und den daraus erwachsenden Zuschußbedarf vor den Gemeinderäten vertreten. Außerdem hat er seine Mitgliedschaft in verschiedenen gesellschaftlichen Gremien, wie im Thüringer Gemeinde- und Städtebund, genutzt, für den Förderverein wesentliche Informationen bereitzustellen und auch das Anliegen des Fördervereins über die Grenzen von Sollstedt hinaus zu vertreten.
Frau Panse übt gewissenhaft und zuverlässig ihre Schriftführerfunktion aus und trägt, so wie die nicht besonders erwähnten weiteren Vorstandsmitglieder, durch sachkundige Stellungnahmen zu den Ausarbeitungen in den verschiedenen Arbeitsphasen sowie durch kluge Ratschläge wesentlich zur Qualifizierung der Arbeitsergebnisse und zur Entscheidungsfindung bei.
Mein Wirken im Vorstand als 1. Stellvertreter des Vorsitzenden mögen andere bewerten.
Abschließend darf ich im Namen des Vorsitzenden allen Vorstandsmitgliedern für ihre Arbeit herzlich danken und ihnen Gesundheit, persönliches Wohlergehen und Kraft für eine weitere interessante Vorstandsarbeit wünschen.

Ihnen, liebe Mitglieder, danke ich für Ihre Aufmerksamkeit, und unserer Mitgliederversammlung wünsche ich weiterhin einen guten Verlauf.

gez. Lothar Werkmeister
1. Stellvertreter des Vorsitzenden
im Auftrage des Vorsitzenden Harry Metz


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Verantwortlich: Gemeindeverwaltung Sollstedt, Bürgermeister 
Autor: L. Werkmeister - Kategorie: Aktuelles 
Datum: 28.11.2005 - Zeit: 07:27 Uhr 



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