Unwetterkatastrophe
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In den späten Nachmittagstunden des 29.04.2000 wurde die Gemeinde Sollstedt von einer Unwetterkatastrophe von verheerendem Ausmaß heimgesucht. Hauptsächlich davon betroffen waren der Ortsteil Wülfingerode und die Siedlung am Schachtgelände.
Innerhalb weniger Minuten fielen Unmengen an Niederschlag, der zum überwiegenden Teil als Hagel niederging und kleine Bachläufe, wie den Rehunger und Ascheröder Bach sowie die Friede, in reißende Ströme verwandelte. Es bildeten sich innerhalb kürzester Zeit regelrechte Schlammlawinen, die sich einen Weg bahnten und dabei ein Bild der Verwüstung hinterließen. Durch die Hagel- und Schlammmassen waren die Straßeneinläufe sehr schnell verstopft, so dass auch das nachströmende Wasser nicht reguliert ablaufen konnte und Wohnräume, Keller und Garagen flutete. Eines der am meisten betroffenen Gebäude war das unmittelbar am Rehunger Bach gelegene Feuerwehrgerätehaus im OT Wülfingerode selbst, in dem der Schlamm etwa 20 cm hoch stand.


Bis in die Nachmittagsstunden des 30.04.2000 waren die Einsatzkräfte der beiden Freiwilligen Feuerwehren im Einsatz, um zumindest den ausgebrochenen Notstand zu beseitigen und die teilweise unpassierbar gewordenen Straßen von den Schlammmassen zu befreien. Nachdem dies geschafft war, wurde die Einsatzbereitschaft wiederhergestellt.
Der Bürgermeister der Gemeinde Sollstedt möchte sich an dieser Stelle bei allen eingesetzten Rettungskräften für ihre hohe Leistungsbereitschaft und ihren Einsatz im Namen aller Bürger der Gemeinde Sollstedt ganz herzlich bedanken. Allen voran waren dies die Feuerwehrkameraden von Wülfingerode und Sollstedt, die mit ihrem Dienst am Nächsten einmal mehr an die Grenzen menschlichen Leistungsvermögens gegangen sind. Aber auch den vielen Freiwilligen, die in Nachbarschaftshilfe tätig geworden sind, gilt unser Dank. Die von der Gemeindeverwaltung eingesetzten Mitarbeiter des Bauhofes haben darüber hinaus ebenso für möglichst schnelle Abhilfe gesorgt wie die des Abwasser- und Wasserzweckverbandes. Die Firma IMM stellte ebenso Mitarbeiter und Technik zur Unterstützung bereit wie die im Gewerbegebiet "Ringwiesen" ansässige Firma Bracht, obwohl beide Firmen an einigen Stellen ihrer Betriebsgelände selbst betroffen waren. Nicht zuletzt möchten wir den Feuerwehrkameradinnen dafür danken, dass sie dafür gesorgt haben, dass die eingesetzten Kräfte sich zwischendurch wenigstens einmal stärken und Essen und Trinken zu sich nehmen konnten.

Die Freiwilligen Feuerwehren Sollstedt und Wülfingerode unter der bewährten Führung des Ortsbrandmeisters Lothar Funke und seines Stellvertreters Siegurd Pabst haben in dieser
Extremsituation wieder einmal unter Beweis gestellt, dass sie im Brand- und Katastrophenfall stets die Nerven behalten und sich auf ihre aktiven (und wenn es sein muss auch viele Ehemalige und Freiwillige) Feuerwehrkamerad/innen zu hundert Prozent verlassen können. Es ist auch eine große Beruhigung für alle Sollstedter und Wülfingeröder Bürger zu wissen, dass unsere Feuerwehren über die notwendigen Voraussetzungen sowie das notwendige Wissen verfügen, schnelle Hilfe vor Ort zu haben und alle Gefahren für Leben und Gesundheit abzuwenden.

Gott sei Dank ist bei dem Unwetter "nur" materieller Schaden zu beklagen.


gez.

J. Hohberg

Bürgermeister

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Verantwortlich: Gemeindeverwaltung Sollstedt, Bürgermeister 
Autor: Webmaster Dennis Kelle - Kategorie: Aktuelles 
Datum: 29.04.2000 - Zeit: 15:30 Uhr